Vorbereitende Untersuchung und Fortschreibung des integrierten Entwicklungskonzepts „Östliche Innenstadt“ in Delmenhorst (2021-2022) - FORUM. Matthes | Maleike | Karsten

VU und IEK-Fortschreibung zur Erweiterung des Städtebauförderungsgebietes “östliche Innenstadt”

Durchführung „Vorbereitender Untersuchungen“ gemäß §141 BauGB für eine Erweiterung des 2,3 ha großen Stadtumbaugebietes „Östliche Innenstadt“ und Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes als Grundlage für den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ in einem erweiterten Fördergebiet.

Bearbeitungszeitraum: 2021-2022
Auftraggeber: Stadt Delmenhorst
Bearbeiter: Felix Matthes, Anton Maleike, Josefin Weyer

Betonfassade des leer stehenden Hertie-Kaufhauses in der Delmenhorster Fußgängerzone

Das integrierte städtebauliche Erneuerungskonzept für die östliche Innenstadt

Hintergrund

Von 2006 bis 2017 wurden in der gesamten Delmenhorster Innenstadt zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen im Rahmen des Sanierungsverfahrens „Innenstadt-Zentrum“ umgesetzt. Im östlichen Teil des Gebietes zeichnete sich ab, dass bis zum Ablauf des Verfahrens nicht alle Missstände würden beseitigt werden können, vor allem für das seit Jahren leer stehende ehemalige Hertie-Kaufhaus und das mit ihm baulich verbundene Parkhaus fanden sich keine Lösungen. Die östliche Innenstadt wurde daher vorzeitig aus dem Sanierungsgebiet herausgelöst und auf Grundlage eines 2015 erstellten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes als neues Gebiet in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen. Wenngleich inzwischen das ehemalige Hertie-Parkhaus rückgebaut werden konnte, fällt die Bilanz der erzielten positiven Wirkungen eher unbefriedigend aus. Insbesondere im Umfeld des nur gut 2 ha großen Fördergebietes zeichnen sich zunehmend städtebauliche Missstände ab, weshalb die Stadt eine Erweiterung des Gebietes um eine Fläche von 4,1 ha anstrebt.

Projektbeschreibung

In Abstimmung mit der Stadt Delmenhorst hat FORUM. die Vorbereitende Untersuchung zur Erweiterung des Fördergebietes durchgeführt, sowie die Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes „Östliche Innenstadt Delmenhorst“ erarbeitet. Dabei wurden räumliche, soziale, und städtebauliche Strukturen diagnostiziert und die Ergebnisse verschiedener Bürgerbeteiligungsformate zusammenfassend dokumentiert. Die Bürgerbeteiligungsformate fanden infolge der Corona-Pandemie in einem innovativen Mix aus Online-Informationen mit zahlreichen Video-Inputs, Online-Pinnwand, Online-Informationsveranstaltungen sowie Passanteninterviews, Plakat- und Postkartenaktionen sowie Akteursinterviews statt.

Auf Grundlage aller Erhebungen wurden das IEK und die Kosten- und Finanzierungsübersicht fortgeschrieben.

Wesentliche Ergebnisse

Zur Beseitigung der zahlreichen städtebaulichen Missstände und Funktionsstörungen in der östlichen Innenstadt schlägt das Erneuerungskonzept u.a. vor, bei der Neuentwicklung der Hertie-Flächen insb. ihre Einbindung in das Umfeld zu verbessern z.B. durch eine neue Verbindung für den Fußverkehr und so zugleich die „Stadt der kurzen Wege“ zu stärken. Der als Parkplatz untergenutzte alte Schweinemarkt soll umgestaltet und ohne Autos funktional aufgewertet werden. Stattdessen erfährt der nahe Parkplatz am Vorwerk eine Aufweitung und Aufwertung als Mobilitätsdrehscheibe mit Stellplätzen auch für E-Autos, Fahrräder und Lastenrädern. Der unwirtliche Logemannsgang sollte u.a. zugunsten eines neuen Zweirichtungs-Radweges aufgelöst werden und somit Konfliktsituationen zwischen Fuß- und Radverkehr im Umfeld entschärfen. Weitere Straßen werden saniert und umgestaltet. Private Maßnahmen betreffen insb. die teils vermüllten, stark versiegelten Hinterhofbereiche im Gebiet, die es optisch, funktional und in Hinblick auf eine klimagerechte Gestaltung aufzuwerten gilt.

Weitere Informationen

Bürgerbeteiligung zum Stadtumbau – östliche Innenstadt (externer Link auf delmenhorst.de)

Informationen der Stadt Delmenhorst zur Städtebaulichen Sanierung (externer Link auf delmenhorst.de)

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