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Online Dialog zum Masterplanprozess Innenstadt Selb

Frage 8: Touristen in die Innenstadt locken!

Viele Individual- wie auch Gruppenreisende mit Zielen in der Region (Porzellanikon, Outlets, aber auch Fichtelgebirgs-„Natur-/Landschaftstouristen“ – Wanderer, Kletterer, Radtouristen)
besuchen bislang nicht die Selber Innenstadt.

Welche Verbindungen oder Angebote könnten dies zukünftig ändern, wie lassen sich mehr Besucher in die Innenstadt lenken? Braucht die Selber Innenstadt neue Aktiv- und Informationsangebote um zum Ankerpunkt für Fichtelgebirgs-Touristen werden? Können Info-Terminals oder andere Wegweiser Besucher – z.B. vom Rosenthal-Outlet – in die Innenstadt lenken?

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10 Kommentare

  1. Kati vom Steinbühl 18. Januar 2017

    Ich fände es sehr schön, wenn der Seblbach mehr Attraktivität besitzen würde. Zum Beispiel mit einem Wasserspielplatz. Das ist ein Grund, warum man auch als Familie extra mal wohin fährt. Wie z.B. in Marktleuten. Die Besucher könnten erst entspannt ein Eis in der Innenstadt essen und dann weiter zum Bach gehen und die Kinder spielen lassen. Die Verbindung zu diesem Areal finde ich eigentlich in Ordnung. Natürlich müßte sowas gut kommuniziert werden. Und man könnte auch Kunst dort unterbringen, evtl. Steinkunst von der Steinfachschule in WUN. Ein Info-Terminal ist unerläßlich. Eine schöne ansprechende Karte mit allen künstlerischen Highlights der Stadt.

  2. Kati vom Steinbühl 18. Januar 2017

    Naja und für Radtouristen ist sicherlich immer das Thema einer guten Brotzeit, Kaffee und Bier entlang der Route interessant. Ansprechende Gastronomie mit Sportlerfreundlichem Essen. Es muß ja nicht immer Salat mit Fleischstreifen sein 😉

  3. Lukas 18. Januar 2017

    Attraktivität, das isses.
    Aufenthaltsqualität schaffen, Gastronomie auf Vordermann bringen und die Ludwigstraße wieder für Autos schließen, eventuell wieder zu bestimmten Zeiten, wie man das früher gemacht hat. Dieses 80er-Jahre-Flair abzustreifen dürfte aber eine kostspielige Angelegenheit werden.

    Und vielleicht könnte man mit dem „Forum Selb erleben“ an den Konzepten der Geschäftsleute arbeiten? Vielleicht in einem Workshop mit Marketing-Leuten? Wenn die Innenstadt Samstags ab 13.00 Uhr komplett dicht ist, würde ich als Touri auch lieber nach Weißenstadt oder Marktredwitz fahren.

  4. Andrea 19. Januar 2017

    Man könnte unterstützend auch über Marketinglösungen nachdenken, wie z.B. auf die Kassenbons der Outlets und auf die Eintrittskarten des Porzellanikons etc. Gutscheine (Rabattcoupons) für Gastronomie/Geschäfte in der Innenstadt aufzudrucken und umgekehrt.

    Auch könnten Rabatt-/Aktionscoupons für alle Einkaufsstätten im Internet (Selb-Homepage) abrufbar gemacht werden.

    Auch ein „Selb-App-Guide“ (mit Routenplaner für Fußgänger und Autofahrer) , der alle Einkaufsmöglichkeiten, Parkplätze, Gastronomieangebote, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte, Naturschönheiten etc. in und um Selb erklärt, wäre eine nette Sache. (evtl. ebenfalls mit Abrufmöglichkeiten für Coupons)

  5. Flo 22. Januar 2017

    Denkbar wäre es doch, Leerstand in der Innenstadt mit Marken zu bestücken, die Touristen anlocken. So könnte ich mir einen Shop vorstellen, in dem nur 2. oder 3. Wahl- Porzellan (oder Klamotten, Haushaltswaren, etc…) angeboten wird. Quasi als Außenstelle der schon bestehenden Werksverkäufe. Schön wäre auch eine Art Mini-Museum, in dem Touristen wie auch Bürger etwas über die Geschichte der Stadt erfahren. Da könnte man auch gut das Thema „Design“ wieder mit einbinden und regelmäßig Kunstausstellungen veranstalten, die sich inhaltlich mit Selb beschäftigen. Ein Beispiel, wie man Leben in die Innenstadt bekommt, liefert die Nachbarstadt Schönwald: Ein toller Spielplatz für Kinder (unter anderem mit Wasser) und ein nettes Cafe mit zeitgemäßer Ausstattung sorgen hier für stetes Leben in der „Mitte“. Meiner meinung nach sollte die Ludwigstraße auch wieder weitestgehend verkehrsfrei sein. So bleibt mehr Platz für Lebensqualität. Was gar nicht geht: Geschäfte, die über Mittag oder am Mittwochnachmittag geschlossen sind. Wir leben im Jahr 2017 und „kundenfreundlich“ geht mittlerweile anders!

    • Lukas 26. Januar 2017

      Manche Museen oder Städte (vor allem in den Niederlanden) stellen an wechselnden Stellen verglaste 20-Fuß-Container auf, die dann von Museen oder Kunstvereinen bespielt werden können. Die Dinger haben einerseits den Vorteil, dass man dafür relativ einfach ein Konzept kuratieren kann (auch multimedial) und andererseits sind das sehr niederschwellige Angebote. Wenn man irgendwo reingehen „muss“ neigen weniger Interessierte eher dazu, dran vorbeizugehen. Stellt man irgendwo so einen Kasten auf, wo man nur reinsehen muss, ist die Reichweite gleich viel größer.

      (Langfristig wäre in Selb die Neugründung des Stadtmuseums keine schlechte Idee, mit Raum für ein Café und Platz für Dauer- und Sonderausstellungen oder Performances. Man könnte da auch das Stadtarchiv integrieren und hätte ein repräsentatives kulturelles Zentrum in der Stadt.)

      Gut, dass Du den Service ansprichst. Da muss unbedingt nachgebessert werden, vor allem was das Angebot und die Öffnungszeiten angeht. Wäre die Koordination dessen nicht Aufgabe des Forum Selb erleben? Vor allem Mittagspause, Mittwoch und die Samstagsöffnungszeiten gehen so gar nicht.

      Auch die Verkehrsfreiheit ist ein wichtiger Punkt. Es wäre eine nette Sache, im Frühjahr mal zu testen, wie es wäre, wenn die Ludwigstraße tagsüber (zB von 9-18.00) durchgängig verkehrsfrei wäre, um zu sehen, welche Auswirkungen das auf die Innenstadt hat.

      Und dann wäre da noch die Ästhetik: Wie Flo schon sagte, geht es um die Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt ist an sich nicht unschön, nur etwas (sehr) trist und durchaus vernachlässigt. Das Fassadenprogramm kann da wohl einen positiven Einfluss haben, aber auch Bäume, Spielmöglichkeiten für Kinder und eine optische Auffrischung der Ludwigstraße (zB was das Betonpflaster auf dem Gehweg angeht..).

  6. Katrin 24. Januar 2017

    Ich teile die Gedanken von Flo. Ein kleines Stadtmuseum war auch meine Idee. Habe schon erste Informationen eingeholt. Wie wäre es direkt am Porzellanbrunnen über dem Irish Pub??

  7. Lukas 26. Januar 2017

    Ganz generell glaube ich, dass die Stadt, auch im Hinblick auf diesen einzustellenden Stadtumbaumanager, mehr darauf achten sollte, was die Leute brauchen/wollen und dann Konzepte zu entwickeln, den Zugriff auf das Gewollte mit baulichen und politischen Mitteln möglichst einfach zu machen.

    Über hübsche Architektur und nette Baumaßnahmen nachzudenken, die umzusetzen und dann zu hoffen, dass die Leute das schon irgendwie nutzen, funktioniert nicht.
    Das kann man in Selb deutlich am „Gewerbeskulpturenpark“ sehen, dem „Park“ neben der Sparkasse oder am Place de Beaucouzé. Das sind städtebauliche Missgriffe allererster Güte.

    • Angela Silbermann 1. Februar 2017

      Touristen in die Stadt:

      Dazu fällt mir immer wieder auf, dass Ortsfremden die Orientierung in Selb sehr schwer fällt.

      1. Es gibt kein lesbares Zentrum. Ist es das Rathaus? die St. Andreas Kirche, die Cortina? die Ludwigstrasse?
      Dem Fremden erschliesst sich das nicht. Mir auch nicht.

      Es wäre super die Ideen STORG Umbau, Strand/begehbares Ufer,
      Innenstadtbelebung mit einem Konzept fuer die Gestaltung des offentlichen Raumes/Strassen zu verbinden und eine richtige Mitte ab Rathaus/Storg bis zum Theater zu definieren, im Belag, in der Beleuchtung, flache Gehwege, Parkflaechen, Bänke, Bäume, ähnlich wie die Ludwigstrasse schon gestaltet ist.
      Grosszuegiger und mit stäerkerer Identität.

      2. Die Verkehrsführung ist kontraproduktiv Ludwigstrasse/Hohenberger Str. und Schillerstrasse führen Autofahrer so schnell wieder aus der Innen-Stadt hinaus wie sie hineinführen.
      Besseres Ausschilderungskonzept fuer Interessante Orte, Shopping, Gastronomie? Wiederholend, nicht nur einmal an der Ampel der Marienstrasse? + Punkt 1 realisiert.

      3. Diversität an Gastronomie in der Innenstadt ist nicht vorhanden. Gute Restaurants sind total verstreut in Selb. Wenn man Leute in die Stadt führt, um essen zu gehen, laufen sie nahezu in Leere. Es gibt 5 Cafes, ein Restaurant entlang der Ludwigstrasse/Marktplatz, nicht gerade divers. Modernere Bistro-Style Restaurants sind nur in den outlets und abends geschlossen. Pizzerien verstecken sich in der Mühlstrasse, beim Friedhof, Bahnhof.

      4. Gestaltung des öffentlichen Raumes hat in Selb Null Priorität. Es wird nur das nötigste gemacht. In Abständen von 10 Jahren gibt es dann Aktionen wie die Bemalung der Stromkästen, Kaffee Kannen usw. Selbst die nette Idee der wenigen roten Baum-Pflanzcontainer: Hat wahrscheinlich ein Bauhof Mitarbeiter dann wie bestellt vom LKW geschubst, aber niemand hat sich Gedanken gemacht, wie man dieses Gestaltungselement einsetzt um einen Effekt zu erzielen, um ein Zentrum zu markieren, sie spannend zu arrangieren. Sie stehen einfach da, völlig ohne Kontext und nicht mal in der gleichen Strasse. Punkt Aus, keiner führt eine Idee fort.
      An der Ecke von Andre stehen dann Stehlen mit Starenkobeln.
      Auch wie vom Himmel gefallen, ohne Kontext.
      Stadtmöblierung? Hübsche Bänke? Auch sehr sporadisch in Selb vorhanden.

      Wenn Selb mehr Menschen in der Innenstadt haben will – auch die eigenen Bürger – dann muss sich die Stadt ausschliesslich auf die Innenstadt konzentrieren und Aufenthaltsqualität schaffen, damit sich die Leute mit der Stadt identifizieren und wohlfühlen.
      Selbst kleine Tourismus Orte wie Kirchenlamitz oder Weissenstadt, Schwarzenbach an der Saale, Wunsiedel haben meinem Eindruck nach viel geleistet, um ihren lokalen Charakter zu unterstreichen, nette gepflegte Orte zum verweilen – auch am Wasser – zu schaffen und sogar beim Durchfahren einen gewissen Flair auszustrahlen. Dort siedeln sich wie automatisch dann auch die Wirtshäuser im Zentrum an, an der Hauptstrasse.
      Alles in Reichweite und gut sichtbar für Ortsunkundige.

  8. Stephan 26. Januar 2017

    Die eingebrachten Ideen sind alle gut. Von mir noch eine dazu.
    Kooperationen mit Nachbargemeinden sollten im Konzept auch nicht fehlen. Wer Wellness im Fichtelgebirge macht, möchte vielleicht auch mal einen Einkaufstag einlegen. Auch Kurgäste aus den fränkischen, sächsischen und tschechischen Bädern könnten angesprochen werden. Vielleicht finden sich Reiseunternehmer die Gäste aus diesen Ecken direkt nach Selb bringen. Gastronomen, Einzelhandel und Outlets sollten gemeinsam hierfür werben. Als Koordinatoren bietet sich z.B. die Selber Wirtschaftsförderung an.

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