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Online Dialog zum Masterplanprozess Innenstadt Selb

Frage 7: Innenstadtnahe Grünräume besser anbinden!

Es ist nicht selbstverständlich, dass Grünräume in der Innenstadt bzw. in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt liegen. Die Selber Innenstadt hat diesbezüglich ein großes Potenzial. Für Bewohner der Innenstadt ist dieses Potenzial besser erschließbar, wenn attraktivere Verbindungen zu diesen Grünräumen führen.
Deshalb die Frage an Sie:

Welche kleineren Maßnahmen könnten die innenstadtnahen Grünräume wie Selbaue, Pfaffenleithe, Grafenmühlweiher etc. besser an die Innenstadt anbinden?

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11 Kommentare

  1. Carsten Hentschel 18. Januar 2017

    Das Fahrrad als Transportmittel wird in naher Zukunft auch in Selb eine größere Rolle spielen, da sich die technischen Möglichkeiten (E-Bike) verbessert haben. Eine Verbindung der Grünflächen muss also auch immer dem Aspekt „Radweg“ Rechnung tragen. Markierte Radwege parallel zu den Straßen (wo es möglich ist), Fahrradständer in den Grünanlagen oder Aufladestationen könnten hier eine sinnvolle Verbindung schaffen. Natürlich müssten auch die Grünanlagen so aufgewertet werden, dass sich ein Besuch dort lohnt. Mal schauen, was uns die BTFW in dieser Hinsicht bringen können.

    • Angela Silbermann 1. Februar 2017

      Essentiell für eine Nachhaltige Stadtentwicklung ist m. E. ein übergeordnetes Freiflächenkonzept mit.

      1. Nutzerorientierung und sinnvolle Programmierung
      Nutzer-Analyse, um Freiflaechen bedarfsgerecht programmieren zu koennen und/oder die Anrainer (Geschäftsleute, Wohngebiet, Städtische/Verkehrs Freifläche) in das Nutzungs und auch Maintenance-Konzept von vorneherein mit einzubinden.
      E.g. Ein Kinder-Spielplatz in der Pfaffenleite ist Unsinn, da das Gelände schwer überschaubar ist, keine Sicherheit im Sinne der Überwachung bietet und wenige kinderspezifische Einrichtungen dort sind, sondern Senioren. Ein sicherer Weg für Senioren mit Gelaendern und Sitzen oder ein Sportparkour triffts wohl eher. Hingegen ist der Grafenmühlweiher und die Innenstadt ein Ort mit potential wo Mütter einkaufen gehen und sich treffen möchten, es aber momentan kein zeitgemässes Angebot gibt. Im Hinblick auf NKD auch prüfen ob es eine weitergehende Möglichkeit einer belebten Fassade, wie Cafe oder Laden zu der Gasse gibt. Eine bemalte Wand alleine und ein paar Bänke geben noch kein gutes Gefühl von Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Es bleibt eine „hohle Gasse“.

      Wichtig bei der Programmierung ist vor allem an junge und aktive Leute zu denken und denen eine Plattform in der Stadt zu bieten: Sportflächen, Streetball, Bolzplatz, outdoor gym, Mini-Golf, Kinder-Spielplätze, Instrumente, damit Leben in die Bude kommt. Bevölkerte öffentliche Orte schaffen Sicherheit und sind attraktiv. Platz ist ja genug!

      2. Netzwerk von Freiflächen und Verbindungen
      fördert das zu Fuss gehen und Radfahren = aktives Stadtbild.

      2.1 Alle potentiale wie Selbbach, Grafenmühlweiher, Goldberg, Bahnhofspark, Restfächen an der Schillerstrasse, Flächen um Schulen Richtung Vorwerk herausarbeiten.

      2.2 Dann wichtige und stark frequentierte Verbindungen herausarbeiten und ein abwechslungsreiches Netzwerk aus Plätzen oder attraktiven Wegen und Grünflächen (versuchen zu) planen.
      Z. B Innenstadt über Selbbach zum Factory Inn.
      Factory inn – Wochenmarkt – Grafenmühlweiher-Oberer Markt Rosenthal Outlet.

      2.3 Orientierung schaffen fuer lokale und fremde

      d. h.

      2.3.1 Über eine thematische und gestalterische Einheit nachdenken.
      z. B Schillerstrasse alleine vereint zahllose additive Elemente, die gestalterisch keinen Sinn Ergeben: „logo“ park ggue. Gradl, flache Wiese ums Brauhaus Ploss, Bürgerpark, Rote Pötte vor der Sparkasse.
      Braucht die Schillerstrasse, (und auch andere wichtige Strassen) nicht vielleicht eine grosse Geste im Sinne von Strassen-Bäumen, die den Strassenraum fassen und Fussgängern/Radlern Schatten spenden+ ein einheitliches massstäbliches gestalterisches Kozept als Verkehrsader und nicht als Aufenthaltsort?

      2.3.2 Steigerung der Intensität
      Klar die Innenstadt/Schillerstrasse/Mühlstrasse/Ludwigstrasse als Hotspot definieren und intensives Angebot und Gestaltung andenken, weil man dort die Konsumenten und Leute haben will und nicht z.B. in der Pfaffenleithe.

      2.3.3 Leitsystem, roter Faden, Farbcode, als eye catcher um thematische Wege kenntlich zu machen und Besucher Neugierig zu machen.

      3. Think BIG!
      Langfristige grosse aber positiv verändernde Projekte sind nachhaltiger als kleine Kleckerarbeiten, auf die die Bewohner nicht stolz sind und keine positive aktive Nutzung bieten.
      (Siehe rote Pötte und Werbe-Gedenkstein-Park and der Schillerstrasse. Wer soll sich damit identifizieren.
      Die Norma Wand wird sich da mit einreihen, passt ja auch örtlich dazu.

      Selb hat viel zu erzählen, Architektur Geschichte, Industriegeschichte, Vereinsgeschichte. Aber alles sehr Museal weg-verpackt. Auf die Strasse damit!

      Reach for the Moon and you will at least end up between the stars….!

      • Angela Silbermann 1. Februar 2017

        Als Ergänzung:

        >>>>Welche //kleineren Maßnahmen// könnten die innenstadtnahen Grünräume wie Selbaue, Pfaffenleithe, Grafenmühlweiher etc. besser an die Innenstadt anbinden? <<<<

        Wichtiger als die Anbindung ist eine richtige, zielgerichtete Programmierung und moderne (durchaus auch günstige) Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten.
        Stichwort Sport, Spass, Aktivität für verschiedene Altersgruppen.
        Denn was ist der Sinn einer Anbindung an einen mässig interessanten Ort der nur halbherzig gestaltet ist?

        Desweiteren besteht die Frage der Implementierung und Pflege. Wenn in kommunaler Hand, wird es zeitaufwändiger und kostspieliger, einfache effektive Eingriffe zu realisieren und Geld wird durch den Verwaltungsapparat verbraten.
        Neben der öffentlichen Hand können sich Vereine und Organisationen um die Pflege und Mitgestaltung von kleinen Neighborhood parks oder Grünflaechen bemühen und dort z.B Feste oder Aktionen in der Innenstadt veranstalten, um Identität/Identifikation zu stiften und Budget zu gewinnen. (Flohmaerkte, Siegerehrungen, Konzerte). Der Skate Park ist ein gutes Beispiel dafür, dass Initiative in Selb da ist, die Stadt auf kurzem Weg zu modernisieren.

        Deshalb: Selb braucht einen Rahmenplan mit Nutzungs Programm und Gestaltungsrichtlinie für den Ausbau öffentlicher Räume.
        Diesen Rahmenplan können Kommunen, Bürger, Firmen gemeinsam stückweise umsetzen. (Bitte Bitte keine blosse Aneinanderreihung von unkoordinierten "einfachen Massnahmen" )

        Ideen zu Placemaking, Aufwertung öffentlicher Orte:

        https://www.pps.org/reference/lighter-quicker-cheaper/

        https://www.pps.org/places/

        https://www.pps.org/reference/streets-as-places/

        https://www.pps.org/reference/ten-strategies-for-transforming-cities-through-placemaking-public-spaces/

        • Lukas 6. Februar 2017

          Die Frau Silbermann hat da easy-peasy was aus dem Ärmel geschüttelt – großartig! Jetzt müssten sie nur noch die richtigen Leute erhören..

  2. Matthias 18. Januar 2017

    Wasser übt stets Anziehungskraft aus- insbesondere an warmen bzw. sonnigen Tagen. Mit dem Selbach haben wir mitten in der Stadt eigentlich beste Voraussetzungen. Leider ist der Bachlauf nirgendwo direkt zugänglich.
    Hier sollte überlegt werden, ob die Anlage von Terrassen, auf denen Leute an schönen Tagen verweilen können und vielleicht auch mal die Füße ins Wasser strecken können, möglich ist.

    • Lukas 19. Januar 2017

      Besteht irgendwie die Möglichkeit, den Engelbach in der Innenstadt teilweise freizulegen?

    • Flo 22. Januar 2017

      Super Idee, ein „Selbbach-Strand“! ?

  3. Stephan 26. Januar 2017

    Der Ansatz Radweg von Carsten ist gut, ebenso das Thema Wasser. So könnte ein Radweg am Grafenmühlweiher vorbei, sowie durch die Pfaffenleithe bestimmt einige Radler zum Verweilen einladen. Der Grafenmühlweiher könnte aufgewertet werden z.B. durch ein kleines Café mit Terrasse oder einen kleinen Kiosk.

  4. Johanna 28. Januar 2017

    Der Grafenmühlweiher und der Wochenmarkt liegen so nah beieinander und werden doch nicht gemeinsam genutzt. Vielleicht wäre es möglich den Woma Richtung Weiher zu verschieben / vergrößern / erweitern, so dass ein Ort entseht an dem man nicht nur einkauft, sondern auch gemütlich seinen Ratsch mit Bekannten hält, seine Bratwürste essen kann und die Kinder auf dem Spielplatz lassen kann ohne dass eine Straße dazwischen liegt.

  5. Johanna 28. Januar 2017

    Für den Selbbach innerhalb des Stadtgebiets könnte ich mir gut vorstellen ihn an mehreren Stellen mit verschiedenen Attraktionen (Wasserrad, Pumpe, Strand, etc.) zugänglich zu machen. So würde ein Erlebnisweg am Wasser entstehen, evtl begleitet von Elementen aus dem Klettergarten ( Hängebrücke, Seilbahn) an den Hängen in der Pfaffenleithe.

  6. Jens 30. Januar 2017

    Gut wäre, wenn z. B. der Weg „Am Mühlgraben“, der beim Theater beginnt und am Christian-Höfer-Ring endet, etwas aufgehübscht und gepflegt werden würde.

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