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Online Dialog zum Masterplanprozess Innenstadt Selb

Frage 5: Wohnprojekte in der Selber Innenstadt

Wohnen in Gemeinschaft boomt. Auch in Bayern. So beschreibt es z.B. ein Radio-Beitrag des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 2015, den Sie sich hier neben weiterer Informationen anhören können.
Weitere Anregungen, insbesondere auch Informationen zu konkreten Wohnprojekten, finden Sie auf der Website des Wohnprojektatlas Bayern und des Wohnprojekte Portals. Für die Innenstadt von
Selb stellt sich die Frage, ob es auch hier das Potenzial für ein Wohnprojekt gibt.

Ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auch
in der Innenstadt von Selb denkbar?
Gibt es Interessierte an der Mitwirkung?
Was wäre wo gewünscht?

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4 Kommentare

  1. Martin 3. Januar 2017

    Meiner Meinung nach wäre es vor allem wichtig, dass es zum einen die Möglichkeit zur anteiligen Beteiligung gibt (z.B. X% als reine Anteilsbeteiligung), zum anderen aber auch eine Beteiligung in Form von fixen Anteilen (z.B. eine Wohnung mit zwei Tiefgaragenstellplätzen).
    Die erste Variante würde auch Investitionen im kleineren Bereich ermöglichen (z.B. ab 5.000€), die zweite Variante ist auch für eine spätere Eigennutzung des Anteilseigners geeignet.
    Weiterhin wichtig wäre eine bedarfsgerechte Mischung (für Senioren, für Familien, aber auch „luxuriösen Wohnraum“).

    • Wolfgang 14. Januar 2017

      Diese Form könnte, in Kombination, auch als Form der Altersvorsorge gesehen bzw. beworben werden. -Wäre sicher eine sinnvolle Anlage in variablen Größenordnungen.

  2. Brigitte 5. Januar 2017

    Die Senioren sind in Selb ein großes Thema. Aber nicht nur das: Wir sind hier sehr familienfreundlich. Das bedeutet, die Senioren wünschen sich eine Wohnung, in der sie auch mal ihre Kinder unterbringen können. Viele wollen möglichst zentral wohnen, das heißt, die Stadtmitte wird wieder wichtiger. Also, barrierefreies Wohnen so nah wie möglich an der Innenstadt wird immer wichtiger.

    • Lukas 5. Januar 2017

      Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wo Selb „familienfreundlich“ ist. Und dann sind da noch folgende Zahlen:

      – 55% der Selber waren 2011 über 50 Jahre alt
      – dazu haben wir bald 40% Singlehaushalte
      – mehr als 35% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verdienen im Jahr weniger als 11.000€ (das ist in etwa die Armutsgefährdungsgrenze)
      – dazu kommt eine große Zahl von Leuten, die innerhalb der nächsten 30 Jahre in Rente gehen und mit einem relativ niedrigen Rentenniveau leben müssen.

      Ich glaube nicht, dass da großzügige Wohnungen in Innenstadtlage für Senioren, die zwei Mal im Jahr ihre Kinder zu Besuch haben, da die Hauptzielgruppe sein sollten.

      Realistisch gesehen lässt sich die Innenstadt nur beleben, wenn eine möglichst diverse Umgebung geschaffen wird. Das heißt, zeitgemäßer Wohnraum von Holz- bis Oberklasse in Wohnungsgrößen von 1 bis 7 Zimmern. Eine (soziale) Wohnungsbaugesellschaft könnte das am ehesten leisten und verwalten.

      Als Wohnform wären Wohnprojekte mit einzelnen Wohnungen da durchaus denkbar (siehe: Beginenhaus Wallgarten, Schwarzenbach), genau wie WGs, die es derzeit in Selb ja auch schon gibt. Nach meinem Dafürhalten sind für solch Projekte auch ausreichend große Immobilien vorhanden, wie zb der Marktplatz 1.

      Baugemeinschaften wären im Prinzip auch denkbar, meiner Erfahrung nach führt das allerdings häufig zu Problemen, vor allem innerhalb der Gemeinschaft.

      Nur hochpreisigen Wohnraum (und dazu zähle ich auch Wohnanteile zu 5000€/Stück) zu schaffen, würde selbst in Selb zu einer Gentrifizierung im Kleinen führen. Und das sollte sich die Stadt beim Besten Willen nicht leisten.

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