ONLINE DIALOG

Online Dialog zum Masterplanprozess Innenstadt Selb

Frage 2: Belebung von Leerstand

Design kann kreative Nutzungen zur Behebung von Leerständen
in der Selber Innenstadt freisetzen.

Ein Starter-Projekt „Design-Café“ als Kooperation der
Fachschule für Produktdesign, des Kunstvereins
und weiterer Aktiver ist in Bearbeitung.

 Welche weiteren Design-Ideen, die Ladenlokale beleben, sind denkbar? Wer wäre der Motor dafür? Wer könnte es machen?

 

Hier finden Sie anregende Informationen
zum Thema Kreativwirtschaft und Leerstand:

Leerstandsbewältigung und Kreativwirtschaft:
Stadtpilot Spezial: Offene Räume in der Stadtentwicklung
Kreativwirtschaft im ländlichen Raum in Baden-Württemberg

Kreativwirtschaft und Leerstand im Fichtelgebirge
Künstlerkolonie Fichtelgebirge

Konkrete Praxisbeispiele kommunaler Förderung in Kleinstädten
Pop up-Läden in Altena (NRW)
Existenzgründerprogramm im Einzelhandel
in Schrobenhausen (Oberbayern)

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17 Kommentare

  1. Dominik 14. Dezember 2016

    Ich könnte meine hochwertigen selbst-designten Produkte aus Porzellan in den Leerständen ausstellen. Vielleicht kauft die dann auch endlich mal jemand…

    • Dominik Voigt 21. Dezember 2016

      Zur Klarstellung, da sich hier jemand als ich auszugeben versucht: die Kommentare vom 14.12.2016 stammen nicht von mir!
      An den Ersteller des fragwürdigen Kommentars ergeht der dringende Hinweis, derartige Äußerungen, die meine Firma, meine Produkte oder mich selbst in schlechtes Licht rücken sollen, zu unterlassen!

    • Martin Karsten 21. Dezember 2016

      Als Moderator möchte auch ich mich dazu äußern: Ich habe mit Dominik Voigt gesprochen und bestätige, dass sich jemand im Online-Dialog als „Dominik“ mit einer falschen E-Mail-Adresse ausgegeben hat. Alle Beiträge von „Dominik“ stammen also nicht von Dominik Voigt. Wenn sich Dominik Voigt beteiligt hat, dann nur unter dem Namen „Dominik Voigt“.

  2. Frank 14. Dezember 2016

    Ich könnte mir vorstellen, das in Zusammenarbeit mit der Fachschule wechselde Ausstellungen generieren. Weiterhin könnte auch die ansässige Industrie ihr Industriedesign dort zeigen.

  3. Anneliese 14. Dezember 2016

    Vielleicht könnten sich Jung und Alt zusammen tun in folgendem Arrangement: Es finden sich rüstige und handwerklich geschickte Rentner(innen), die eine „Reparatur-Werkstatt“ gründen und betreiben (Reparatur von Fahrrädern, Elektrogeräten, Möbeln, Kleidung usw., die dann günstig weiterverkauft werden). Es gibt bereits zahlreiche Städte, wo derartige Angebote gut funktionieren. Nebenbei werden den jungen Künstlern Räume zur Verfügung gestellt zum Arbeiten und für Ausstellungen. In einem integrierten Café oder Bistro trifft man sich, um miteinander in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

    • Max 21. Dezember 2016

      Die Idee finde ich gut, hier würde sich ja eine Kooperation mit JAM, FAM und Senioren-/ Jugenbeiräten anbieten?

      Kann man als Treffpunkt das angedachte Design-Café nutzen? Ob die Schaffung eines extra dafür angelegten Cafes gelingt, weiß ich nicht. Aber wenn das Design-Café in der geplanten Form realisiert werden soll, könnte man das ja dafür nutzen.

  4. Lukas 15. Dezember 2016

    Die Kreativwirtschaft in Selb unterzubringen scheitert an der momentan nicht vorhandenen Infrastruktur, das ist so gut wie festgemacht. Ohne einen anständigen Internetanschluss bekommen sie keine Leute nach Selb.

    Damit sind die Pop-Up-Stores schon ausgeschlossen. Zudem ist das Konzept auch nicht besonders nachhaltig. Eine nette Idee, zugegeben, aber dafür fehlt in Selb das Publikum. Genau wie für Kunstangelegenheiten.

    Die Repair-Cafés sind gut, finden idR aber auch nicht ständig statt, sondern eher 1 oder 2 mal im Monat. Für Selb aber super, das sollte wirklich verfolgt werden.

    Ich verstehe nicht ganz, warum der Fokus so auf die Erhaltung von Bestehendem gelegt wird. Nur, weil man ein paar Blümchen ins Schaufenster stellt, ist das doch nicht gleich wunderbar. De facto gibt es ein Überangebot an Ladenflächen. Was spricht – neben dem fehlenden Geld natürlich – dagegen, Gebäude aufzukaufen und neu zu strukturieren?

    • Martin Karsten 15. Dezember 2016

      Lieber Lukas,
      kurzer Kommentar vom neugierig auswertenden Moderator, der gleichzeitig für die kooperative Erarbeitung des Masterplans zuständig ist :-): Der Masterplan beschäftigt sich nicht nur mit dem Bestand. Im April 2017 soll eine Strategie für die Selber Innenstadt mit konkreten Maßnahmenvorschlägen stehen, die sowohl Sanierungs- als auch Neubauvorhaben umfasst. Der Online-Dialog fokussiert auf einzelne Fragestellungen, hier speziell, inwieweit auch Zwischennutzungsideen oder Ähnliches beim Aufwertungsprozess der Selber Innenstadt unterstützen können. Besondes charmant wären Ideen, die gleichzeitig das Designthema bespielen.

      • Lukas 15. Dezember 2016

        Hallo Martin,

        besten Dank für die Antwort!
        Ich habe da noch eine Frage zu dieser Zwischennutzung: Um eine tragfähige Idee zu entwickeln, ist die Stadt letztendlich auf die Kooperation der Immobilienbesitzer angewiesen und andererseits auf die Finanzierung. Wenn man jetzt anfängt, Pop-Up-Stores oder Repair Cafés einzurichten, wer kommt dann für die entstehenden Kosten (Strom, Wasser, etc) auf?

        Evtl könnte man zusammen mit dem JAM einen Laden kurzzeitig (für ein paar Monate) anmieten als „Werkstatt“ für einen Workshop zum Thema Streetart und Kunst im öffentlichen Raum.

        • Martin Karsten 16. Dezember 2016

          Lieber Lukas,
          im Moment sind wir noch bei der Ideensammlung. Grundsätzlich haben Zwischennutzungen ja immer zwei Hindernisse:
          – Es muss eine leer stehende Fläche gefunden werden, deren Eigentümer bereit ist, die Fläche temporär befristet unentgeldlich zur Verfügung zu stellen.
          – Für die Nebenkosten muss eine Lösung gefunden werden. Im günstigsten Fall übernimmt es der Eigentümer, schließlich stellt die Nutzung ja eine Aufmerksamkeitssteigerung und damit Vermarktung dar. Falls der Eigentümer dazu nicht bereit ist, gilt es Lösungen über den temporären Nutzer oder durch Sponsoring bzw. Förderung zu finden.
          Wenn es konkrete, Erfolg verspechende Nutzungsideen für Leerstände in der Selber Innenstadt (am besten mit Design-Bezug) gibt, sagen wir zu, uns zusammen mit der Stadtverwaltung für eine Lösung der o.g. Hindernisse intensiv und zügig einzusetzen.

          • Susanne 20. Dezember 2016

            Könnte freie Immobilie ( gerne mit kreativen Design – Bezug ! ) als Interimslösung zur Verfügung stellen

  5. Brigitte 16. Dezember 2016

    Ich finde, man sollte potentielle Macher an einen Tisch holen, also: Rosenthal (inkl. der factory outlet-Inhaber) , Villeroy & Boch (dito), Barbara Flügel, dazu das Porzellanikon und die Fachschule. Dort sitzen die Leute, die mit Design zu tun haben.

  6. Ismael 19. Dezember 2016

    Die Stadt Feldkirch (Östereich) hat durch eine Jährlich stattfindende Messe
    https://www.potentiale.at/potentiale/p1-artdesign-feldkirch/
    ein Anlaufpunkt für Kreative aus ganz Europa geschaffen. Vielleicht ist das auch in Selb möglich.

    • Martin Karsten 21. Dezember 2016

      Der Hinweis auf Feldkirch ist spannend. Das Bundesland Vorarlberg ist europaweit bekannt z.B. auch für eine nunmehr mehr als zwanzigjährige Initiative für hochwertige Architektur und Baukultur (vgl. http://www.vorarlberg.travel/de/architektur), es gibt da offensichtlich einen für ländlichen Raum ungewöhnlichen Design-Nährboden. Interessanterweise hatte die letzte Potenziale-Ausstellung in Feldkirch den Schwerpunkt „Stadtraumgestaltung“.

      Zur Anregung aus Feldkirch: Braucht es dafür „mystische“ Orte (locations :-)), um diese Wirkung zu erzielen? Haben wir die in der Selber Innenstadt? Welche könnten das sein?

      • Max 21. Dezember 2016

        Ich wollte hier gerne den Hinweis geben, dass es auch in Selb eine „Kreativmesse“ bereits im letzten Jahr gab. Zugegeben noch etwas klein, aber für die Auftaktveranstaltung war das schon sehr gut! Ansprechpartner ist hier Jochen Goller.

  7. Carsten Hentschel 23. Dezember 2016

    Das sind tolle Ideen! Um den Pool der Vorschläge zu erweitern, noch zwei weitere:
    1. Kunst im (halb-)öffentlichen Raum: Wir arbeiten in unserer Schule regelmäßig mit Künstlern aus der Region zusammen. Die Werke können sich sehen lassen. Eine wechselnde Ausstellung (Werke anderer Schulen/JAM/FAM usw.) in einem (momentan noch) leerstehenden Laden würde daher gut zur Dachmarke „Design“ passen.
    2. Heimatmuseum: Ausstellung verschiedener Exponate (da gibt es wirklich sehr interessante Dinge!) zu verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte.
    Wichtig bei beiden Projekten wäre allerdings, dass der Stadt keine Kosten durch Personal und Miete entstehen. Der Mehrwert für die Ladenbesitzer (nämlich in Zukunft, den Laden wieder vermieten zu können) muss daher klar kommuniziert werden.

  8. Christine 11. Januar 2017

    Die Stadt Selb profiliert sich als Start-up-Standort und vernetzt junge Unternehme(r)n (nicht nur) aus der Kreativwirtschaft, die sich die üblichen Gewerbemieten (noch) nicht leisten können, mit den Immobilienbesitzern. Dabei gilt es die Immobilienbesitzer von Konzepten wie Renovierung statt Miete, Heizung statt fortgesetztem Verfall zu überzeugen und auf der anderen Seite den Standtort Selb einer neuen Unternehmer-Zielgruppe schmackhaft zu machen. Aus einer Zwischennutzung, die zunächst nur den Wert der Immobilie erhält, könnte so, bei Erfolg des Unternehmens, über Minimieten sukzessive normale Mietverhältnisse werden. Parallel dazu wird auch das Image von Selb als Designstadt gestärkt.

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